Wer in Armut aufwächst läuft Gefahr, ihr ein Leben lang nicht mehr entkommen zu können. Dies hat für die betroffenen Menschen erhebliche negative finanzielle, soziale, kulturelle und gesundheitliche Folgen, die sich im fortschreitenden Lebenslauf zumeist verfestigen. Das Projekt SILKY4FUTURE soll dazu beitragen, Kinder und Jugendliche dort abzuholen, wo Regelsysteme für sie nicht mehr anknüpfungsfähig sind.
SILKY4FUTURE kann als Labor verstanden werden, denn unabhängig von den regulären Angeboten der Jugendhilfe erhalten jungen Menschen und ihre Familien eine Unterstützung, die mit ihnen gemeinsam individuelle Strategien entwickelt und ausprobiert. Das Projekt ist eine Weiterentwicklung des Projektes SILKY und SILKYplus.
Im Fokus steht nun auch das Begleiten Übergang Schule-Beruf.
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Die Zielgruppe des Projekts sind Jugendliche aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis von 14 bis 18 Jahre,
- die von gesellschaftlicher Marginalisierung und Armut bedroht sind,
- die von Schulversagen und Schulabbruch bedroht sind,
- und/oder die von Regelsystemen der Jugendberufshilfe und des Übergangs- und Ausbildungsbereichs sowie von jugend- oder familienbezogenen Beratungsangeboten nicht oder nicht mehr ausreichend erreicht werden.
Das Ziel des Projekts ist es, die individuellen Lebenssituationen der Jugendlichen im familiären, sozialräumlichen und schulischen Kontext zu stabilisieren. Dies geschieht besonders durch:
- Erarbeitung von individuellen armutsvermeidenden Perspektiven
- Vermeidung eines vorzeitigen Schulabbruchs
- Unterstützung der Wahrnehmung einer geregelten Grund- und Sekundarbildung
- Heranführung an und Integration in Regelsysteme (Jugendhilfe, Schule, ggf. Ausbildung, versch. Beratungs- und Unterstützungssysteme)
Das Besondere an SILKY4FUTURE ist:
- Das Angebot ist freiwillig
- Keine bürokratischen Hürden
- Die Unterstützung ist unabhängig von Jugendamt, Jobcenter o.ä.
Das Angebot kann folgende Bausteine umfassen:
- Casemanagement,
- Beratung und Coaching,
- Individuelle und/oder familienbezogene niederschwellige, evtl. aufsuchende Angebote
- Vernetzung von im Sozialraum vorhandenen Hilfeangeboten
- Vermittlung in/Anbindung an andere vorhandene Angebote wie z.B. Sportverein, Sprachkurs, Jugendchor etc.
Was uns besonders wichtig ist
- Die Ideen, Wünsche und Visionen der Jugendlichen zu stärken, aufzugreifen und soweit möglich in greifbare Realität zu verwandeln – die jungen Menschen stehen im Mittelpunkt!
Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat die Projektkoordination inne, sowie die Vernetzung der örtlichen SILKY4FUTURE Projekte
- um die Praxisentwicklung gemeinsam voranzutreiben
- um praxisbasierte Erkenntnisse zu gewinnen
- um entsprechende Weiterentwicklungen auch auf übergeordneter Ebene anzustreben.
Kontakt Projektleitung:
Gerd Schaufelberger
Dipl. Betriebswirt (BA)
Tel. Büro Heidelberg: 06221/600620
Mobil: 0152/26367462





